Handystrahlung: Wirkliche Gefahr oder Hirngespinst abgedrehter Öko-Fanatiker?

HandystrahlenAuf dem Kriegsfeld des Meinungsjahrmarkts bezüglich Handystrahlung und deren wissenschaftlich noch nicht endgültig abgeklärtem Gefahrenpotential herrscht reges treiben. Während sich das Handy in den letzten 15 Jahren zum Alltagsgegenstand vieler Menschen entwickelt hat, wurden immer mehr kritische Stimmen hinsichtlich des Gefahrenpotentials der Handy-Strahlung laut.

Presse-und Medienvertreter berücksichtigten diese Entwicklung in ihren redaktionellen Ausarbeitungen. Schon bald wurde das Thema Handystrahlung im öffentlichen Diskurs weitreichend wahrgenommen. Solche emotionale Angelegenheiten, nämlich Handystrahlung, die uns mittlerweile alle umringt, und deren eventuellen Gefährdung der Umwelt gegenüber, werden von dem Einzelnen auf ganz individuelle Art verstanden. Anzunehmen bleibt, dass es Individuen gibt, die unreflektiert panisch Angst vor Handy-Strahlung haben, aber auch Individuen, die überhaupt keine Gefahr in solcher Strahlung sehen. Dabei muss es vor allem darum gehen hinsichtlich dieses heiklen Themas gut informiert zu sein, die Fähigkeit zu besitzen eine evtl. Gefahrenlage reflektieren zu können und daraus einen vernünftigen Umgang mit dem Thema Handy ableiten zu können. Laut einem Bericht von Techfieber.de zufolge, kam es im November 2010 zur Veröffentlichung einer Interphone-Studie. Die Studie beruhte auf Befragungen tausender Menschen. Ein großer Anteil der ausgewählten Befragungsgruppe ist an Tumoren erkrankt. Der andere Anteil ist kerngesund. Dadurch wurde versucht eine mögliche Korrelation zwischen Handynutzung und Tumorerkrankung zu ermitteln. Im Rahmen dieser Studie wurde für Durchschnittsnutzer kein erhöhtes Krebsrisiko ermittelt. Allerdings könne abschließend trotzdem nicht ausgeschlossen werden, dass extrem langes telefonieren mit dem Handy das Tumorrisiko fördere. In diesem Zusammenhang sollte auch ein Augenmerk auf die Meldung von shortnews.de gelegt werden, wonach ein erhöhtes Bienensterben und eine verringerte Honigproduktion bei Einfluss von Handystrahlung festzustellen sei. Ein Einfluss auf die Natur ist also nicht auszuschließen. Zu Berücksichtigen ist auch die Ausarbeitung vom ZDF, die auf eine Stressreaktion von Pflanzen hinweist. Dies wurde im Rahmen eines Experiments (die Pflanzen wurden Handystrahlung ausgesetzt) nachgewiesen. Dennoch sollte davor gewarnt werden, Handys zu verteufeln. Denn wie das ZDF im selben Bericht schreibt, kursierten vor nicht allzu langer Zeit Videos im Internet in denen aufplatzendes Popcorn gezeigt wurde, scheinbar ausgelöst durch Handystrahlung. Der besorgte Handy-Nutzer war verängstigt und fragte sich, ob Handy-Strahlung dieselbe Wirkung haben könnte wie Strahlung in Mikrowellen. Dies ist klar zu verneinen, handelte es sich doch bei den Videos um eine Marketingstrategie eines Unternehmens, das seine strahlungsarmen Head-Sets an den Mann bringen wollte. Außerdem ist eine Feststellung besonders hervorzuheben: Auch beim Thema Handystrahlung und deren eventuellen Gefahren ist womöglich nicht alles so heiß, wie es gekocht wird. Handystrahlung ist vorhanden, das ist bewiesene Sache, welche Auswirkungen sich dadurch aber auf den Menschen ergeben und ob dieser Einfluss unbedingt negativ sein muss, ist noch längst nicht bewiesene Sache.

Um mein Plädoyer für einen entspannten Umgang mit diesem Themengebiet abzurunden ist auf ein Themenaspekt an ganz anderer Stelle hinzuweisen. Die durch Handystrahlung gesteigerte Gedächtnisleistung von an Alzheimer erkrankten Mäusen wie Handelsblatt.de berichtet.
Noch ein Tipp am Rande: Handy erst ans Ohr setzen, wenn die Verbindung aufgebaut ist. Und wenn Sie sich mit entsprechenden Accessoires sicherer fühlen, sind Handytaschen, die den Körper vor den Strahlen schützen sollen, zu empfehlen. Fragen Sie Onkel Google, der weiß bestimmt wo Sie dieses Zubehör kaufen können.

Übrigens, es ist zwar abzuraten sich hinsichtlich diesen SAR-Werten verrückt zu machen, aber wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, fahren Sie mit dem neuen HTC HD 2 ziemlich gut.

 


Tags: Handystrahlung
geschrieben am 31.12.2010 11:30 in der Kategorie Allgemein
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