Logos, Klingeltöne und Spiele fürs Handy
Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist es sehr beliebt, neue Klingeltöne und Spiele für das Handy herunter zu laden, denn individuelle Ruftöne und lustige SMS-Logos machen den Handyalltag immer wieder neu und vielfältig. Das Angebot hierfür ist inzwischen riesig groß geworden und man wird im Internet, in Zeitschriften und im Fernsehen mit Werbung dafür überhäuft. Die Logos, Klingeltöne und Spiele kommen meist ganz einfach per SMS auf das Handy und in vielen Fällen entstehen dafür Kosten. Die Gebühren müssen zwar in der Werbung angegeben sein, sind aber häufig so gut versteckt, dass sie übersehen werden. Oft sieht man erst beim Blick auf die Handyrechnung, wie teuer der Service wirklich war. Unangenehm teuer kann es werden, wenn nach dem gratis bestellten ersten Klingelton ein Abonnement folgt, für welches regelmäßig Geld abgebucht wird.
Schon seit dem Jahr 2007 müssen Anbieter nach dem Telekommunikationsgesetz vor Abschluss eines Abos per SMS über die wesentlichen Vertragsbestandteile informieren. Der Vertrag kommt nur bei einer SMS-Bestätigung zustande. Teilt der Anbieter die Bedingungen für einen Vertrag nicht mit und stellt trotzdem Kosten in Rechnung, muss man diese nicht bezahlen. Auch wenn ein Kind über sieben Jahre ein Abo abgeschlossen hat, ist der Vertrag unwirksam, sobald die Eltern die Genehmigung verweigern.
Unter sieben Jahre dürfen Kinder überhaupt keine Verträge abschließen. Verweigern Eltern ihre Zahlung sollten die entsprechenden Gründe dem Anbieter per Einschreiben mitgeteilt werden. Auch eine Kündigung eines bestehenden Abonnements sollte man per SMS und zusätzlich per Einschreiben vornehmen. Anbieter, die den Preis in der Werbung nicht deutlich angeben, verstoßen gegen das Telekommunikationsgesetz und machen sich strafbar. Dies sollte man bei der Bundesnetzagentur melden.
Wer überhaupt nicht in Gefahr laufen möchte, hier an dieser Stelle von Kosten überrascht zu werden kann den Versand von Premium SMS, also von Diensten über SMS gegen Bezahlung, generell beim Mobilfunkanbieter sperren lassen. Doch Kinder und Jugendliche müssen nicht vollständig auf das Herunterladen von Logos, Klingeltönen und Spielen verzichten. Im Internet findet man zahlreiche Seiten, wo diese kostenlos erhältlich sind. Zudem ist es ein besonderer Spaß, diese individuell zu gestalten. Programme dafür findet man zum Beispiel auf verschiedenen Handyseiten für Jugendliche.
Tags: Klingeltöne, Logos, Spiele
geschrieben am 10.07.2009 19:03 in der Kategorie Allgemein
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