Mitnahme der Handynummer zu einem anderen Anbieter
Das Handy ist zu einem alltäglichen Gegenstand geworden. Dies gilt sowohl für das Telefonieren, wie für eingehende Anrufe. Wer den Mobilfunk-Anbieter wechseln möchte ohne eine neue Handy-Nummer zu bekommen kann die Rufnummernportierung (MNP) nutzen. Läuft der Vertrag mit dem jetzigen Anbieter aus, ist es unter Umständen möglich die komplette Rufnummer samt Vorwahl zum neuen Anbieter mitzunehmen. Auch die Rufnummer des netzinternen Anrufbeantworters kann beibehalten werden. Nur die vom jeweiligen Mobilfunkanbieter vorgegebene Kurzwahl für die Mailbox und die Servicenummern des Netzbetreibers ändern sich. Da jetzt nicht mehr erkennbar ist, in welchem Mobilfunknetz die Zielnummer erreichbar ist machen die Anbieter es den Kunden möglich, zu erkennen ob sein Gespräch in ein Fremdnetz vermittelt wird. Dies ist durchaus sinnvoll, denn in vielen Verträgen ist das immer noch sehr viel teurer als ein netzinternes Gespräch. Die Kosten hierfür sind bei jedem Mobilfunkanbieter zu erfragen.
Übrigens ist die Mitnahme der Rufnummer nur zum Ende der Vertragslaufzeit möglich. Auch Kunden, die über eine Prepaid-Karte telefonieren, können beim Anbieterwechsel ihre Rufnummer mitnehmen. Dazu muss ein Antrag auf Rufnummernmitnahme beim gewünschten Anbieter gestellt werden. Da sich die Verträge in den meisten Fällen automatisch verlängern, muss der bestehende Vertrag rechtzeitig gekündigt werden. Dies ist in der Regel drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit notwendig und sollte in jedem Fall schriftlich erfolgen. Nur mit einer ordnungsgemäßen Kündigung beim bisherigen Mobilfunkanbieter kann die Mitnahme der Rufnummer durchgeführt werden. Prepaid-Kunden müssen bei ihrem bisherigen Anbieter eine Verzichtserklärung unterschreiben und ein SIM-Lock gesperrtes Handy entsperren lassen, damit die neue Karte funktionstüchtig ist.
Man erhält 10 Tage nach der Kündigung des Vertrags eine schriftliche Bestätigung vom Mobilfunkanbieter. Diese dient als Nachweis beim neuen Anbieter und so kann der Antrag auf Rufnummerportierung abgeschlossen werden. Es ist besonders darauf zu achten, dass alle Angaben des Kunden mit den Daten des alten Vertrages übereinstimmen. Man bekommt eine neue SIM-Karte zugeschickt, die Übernahme der Rufnummer erfolgt automatisch am Tag nach Ablauf des Vertrages mit dem alten Mobilfunkanbieter. Die Übernahme der Rufnummer ist bei den meisten Mobilfunkanbietern mit Kosten verbunden. Diese darf nach einer Vorgabe der Bundesnetzagentur jedoch den Betrag von 30,72 € nicht übersteigen.
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