Sicherheit beim Umgang mit Handys
Die Sicherheit im Umgang mit Handys beginnt schon beim Kauf. Schon diesen sollte man nur bei Anbietern tätigen, die vertrauenswürdig sind. Es ist ganz besonders wichtig, das Handy vor unbefugtem Benutzen zu schützen. Dazu aktiviert man auf jeden Fall den Gerätesperrcode, den SIM-Code und die Tastatursperre. Alle Geräte werden mit einer herstellerbedingten Voreinstellung geliefert. Diese sollte man schon vor der ersten Anwendung durch einen persönlichen Code ersetzen. Ähnlich wie am Bankautomaten sollte man den Pin- und Gerätecode nur unter Sichtschutz vor Dritten eingeben. Die Passwörter oder Nummernkombinationen sind, wie beim Computer, in regelmäßigen Abständen auszutauschen.
Datenverbindungen sind immer eine gewisse Sicherheitslücke. Deshalb sollte man GPRS- oder WAP-Verbindungen deaktivieren, wenn diese nicht benötigt wird. Ebenso sollten alle nicht benötigten drahtlosen Schnittstellen von mobilen Geräten deaktiviert werden. Bei Geräten, die über eine automatische Rufannahme verfügen, sollte diese abgeschaltet werden. Sie könnte sonst für einen unbemerkten Aufbau einer Lauschverbindung missbraucht werden. Auch der Betrieb des Handys sollte sorgsam erfolgen und auf Sicherheit bedacht sein.
Das mobile Telefon sollte nie aus den Augen gelassen werden oder unbeaufsichtigt liegen bleiben, um Zugriffe von Unbefugten zu verhindern. Verliert man einmal die SIM-Karte oder das gesamte Handy, lässt man die Karte unverzüglich sperren. Die Mobilfunknummer ist eine private Angelegenheit und in keinem Verzeichnis nachzulesen. Deshalb sollte man sehr zurückhaltend mit der Weitergabe der eigenen Mobilfunknummer sein.
Auch beim Rückruf von unbekannten Nummern ist Vorsicht geboten. Betrüger setzen immer wieder so genannte "Lockrufe" ein. Über kurze Anrufversuche oder SMS werden Handy-Benutzer dazu bewegt, teure Telefonnummern zurückzurufen. Unbekannte Dienste-Nummern sollte man nie zurückrufen. Auf der Webseite der Bundesnetzagentur findet man aktuelle Informationen zu missbräuchlich genutzten Rufnummern.
Man kann auch vom Netzbetreiber unerwünschte Rufnummern zu Mehrwertdiensten sperren lassen. Handys können auch zum Abhören von Gesprächen benutzt werden. Um solchen Angriffen zu entgehen sind mobile Telefone in vielen sensiblen Bereichen untersagt. Häufig sind solche Räume, wie zum Beispiel Besprechungszimmer, so isoliert, dass ein Verbindungsaufbau ohnehin nicht möglich ist.
Beim Verkauf oder bei der Entsorgung des Handys sollte man alle Datenspuren entfernen. Alle Datenspeicher sollten dazu physikalisch überschrieben werden, ein normaler Löschvorgang reicht dafür in der Regel nicht aus. Auf jeden Fall entfernt man die SIM-Karte und vernichtet diese, wenn sie nicht weiter verwendet werden soll.
Tags: Sicherheit, Umgang mit Handys
geschrieben am 20.07.2009 19:42 in der Kategorie Allgemein
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